Bauplätze in Norden: Familien und Ehrenamtliche bekommen künftig mehr Punkte
Von Finn · · 2 Min. Lesezeit

Die Stadt Norden vergibt eigene Wohnbaugrundstücke erstmals nachnach einem sozialen Punktesystem. Berücksichtigt werden unter anderem Kinder, ehrenamtliches Engagement und die Verbindung zur Stadt. 30 Prozent der Grundstücke bleiben frei…
Die Stadt Norden vergibt eigene Wohnbaugrundstücke erstmals nachnach einem sozialen Punktesystem. Berücksichtigt werden unter anderem Kinder, ehrenamtliches Engagement und die Verbindung zur Stadt. 30 Prozent der Grundstücke bleiben frei zugänglich.
Norden. Wer in Norden ein städtisches Baugrundstück kaufen möchte, muss sich künftig in einem transparenten Bewerbungsverfahren durchsetzen. Sind mehr Interessenten als verfügbare Grundstücke vorhanden, entscheidet ein Punktesystem über die Reihenfolge.
Die neuen Richtlinien wurden vom Rat beschlossen und gelten bereits seit Februar 2026. Kurz vor der Ausschreibung weiterer Bauplätze hat die Stadtverwaltung nun erläutert, nach welchen Kriterien die Grundstücke vergeben werden.
Punkte für Kinder, Ehrenamt und Ortsbindung
Bei der Bewertung spielt zunächst die familiäre Situation eine Rolle. Haushalte mit Kindern können zusätzliche Punkte erhalten. Damit sollen insbesondere junge Familien bessere Chancen bekommen, in Norden ein Eigenheim zu bauen.
Auch ehrenamtliches Engagement wird berücksichtigt. Wer sich beispielsweise in einem Verein oder innerhalb eines Ortsteils engagiert, kann dadurch seine Position im Bewerbungsverfahren verbessern.
Weitere Punkte gibt es für eine längere Wohndauer oder eine Erwerbstätigkeit in Norden. Die Stadt will damit Menschen unterstützen, die bereits eng mit Norden und seinen Ortsteilen verbunden sind.
30 Prozent werden weiterhin frei vergeben
Die Stadt betont, dass das Verfahren trotz der sozialen Kriterien offen bleiben soll. Deshalb werden 30 Prozent der verfügbaren Bauplätze unabhängig vom Punktesystem frei vergeben.
Damit erhalten auch Bewerber eine Chance, die bislang nicht in Norden wohnen, dort noch nicht lange arbeiten oder keine Kinder haben. Einen Rechtsanspruch auf den Erwerb eines städtischen Grundstücks gibt es allerdings nicht.
Stadt will Abwanderung verhindern
Mit der neuen Vergabeordnung verfolgt Norden mehrere Ziele. Familien sollen trotz knappen Wohnraums in ihrer Heimat bleiben können. Gleichzeitig sollen Menschen angesprochen werden, die dauerhaft in der Stadt leben möchten.
Durch die Berücksichtigung des Ehrenamts will Norden außerdem das gesellschaftliche Engagement stärken. Menschen, die Verantwortung in Vereinen oder ihren Ortsteilen übernehmen, erhalten erstmals einen messbaren Vorteil.
