Polizei Aurich nennt ZOB Einsatz Paradebeispiel
Von Finn · · 3 Min. Lesezeit

Ein gefährlicher Polizeieinsatz am Auricher ZOB sorgt für Diskussionen. Ein 47 Jahre alter Mann soll dort zunächst einen anderen Mann und anschließend mehrere Polizeibeamte mit einem Messer bedroht haben. Aufnahmen des Einsatzes verbreiteten sich danach im Internet. Einige Nutzer warfen den Beamten…
Ein gefährlicher Polizeieinsatz am Auricher ZOB sorgt für Diskussionen. Ein 47 Jahre alter Mann soll dort zunächst einen anderen Mann und anschließend mehrere Polizeibeamte mit einem Messer bedroht haben. Aufnahmen des Einsatzes verbreiteten sich danach im Internet. Einige Nutzer warfen den Beamten ein zu zurückhaltendes Vorgehen vor.
Die Polizei weist diese Kritik zurück und bezeichnet den Einsatz als Paradebeispiel für ein kontrolliertes und erfolgreiches Vorgehen in einer gefährlichen Situation.
Zeugen alarmieren die Polizei
Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend gegen 18 Uhr. Zeugen meldeten über den Notruf dass sich am Zentralen Omnibusbahnhof ein Mann mit einem Messer aufhalte und eine andere Person bedrohe.
Die alarmierten Polizeibeamten trafen den 47 Jahre alten Mann an einem Kiosk im Bereich des Busbahnhofs an. Nach Angaben der Polizei trug er ein etwa 30 Zentimeter langes Fleischmesser im hinteren Hosenbund.
Die Beamten forderten ihn auf seine Hände und Arme deutlich vom Körper zu strecken. Der Mann kam den Anweisungen jedoch nicht nach. Stattdessen soll er das Messer aus dem Hosenbund gezogen haben und damit bedrohlich auf die Polizisten zugegangen sein.
Pfefferspray statt Schusswaffe
Die Einsatzkräfte setzten schließlich Pfefferspray ein. Dadurch gelang es ihnen den Mann zu Boden zu bringen und das Messer zu sichern. Anschließend wurde der 47 Jährige in Gewahrsam genommen.
Der Mann und drei Polizeibeamte wurden durch das Pfefferspray leicht verletzt. Die betroffenen Beamten blieben nach Angaben der Polizei weiterhin dienstfähig. Weitere Personen wurden nicht verletzt.
Dass der Einsatz ohne Schüsse und ohne schwere Verletzungen beendet werden konnte ist für die Polizei ein entscheidender Punkt bei der Bewertung des Vorgehens. Die Beamten hätten eine akute Bedrohung beenden und gleichzeitig den Einsatz eines gefährlicheren Zwangsmittels vermeiden können.
Kritik nach Aufnahmen im Internet
Videos des Einsatzes wurden anschließend in sozialen Netzwerken verbreitet. Dort entstand eine Diskussion über das Verhalten der Polizeibeamten. Einige Nutzer vertraten die Ansicht dass die Einsatzkräfte schneller und entschlossener gegen den bewaffneten Mann hätten vorgehen müssen.
Kurze Aufnahmen zeigen allerdings häufig nur einen Teil eines Einsatzes. Welche Informationen die Beamten zu diesem Zeitpunkt hatten welche Abstände eingehalten wurden und welche Personen sich im Gefahrenbereich befanden ist für Außenstehende nicht immer vollständig erkennbar.
