Umgestürzte Bäume, ausgefallene Fähren und Sturmflutgefahr

Die Sturmtiefs Luise und Manja haben Ostfriesland ein unruhiges Wochenende beschert. Starke Böen ließen Bäume umstürzen, sorgten für Feuerwehreinsätze und brachten den Fährverkehr zu mehreren Nordseeinseln durcheinander.

Auch am Montag bleibt die Wetterlage teilweise angespannt. An der Küste muss weiterhin mit kräftigem Wind und erhöhten Wasserständen gerechnet werden.

Feuerwehren mehrfach im Einsatz

Im Landkreis Aurich mussten die Feuerwehren am Wochenende zu mehreren wetterbedingten Einsätzen ausrücken. In vielen Fällen lagen umgestürzte Bäume oder größere Äste auf den Straßen.

Auch im Landkreis Leer waren die Einsatzkräfte gefordert. Dort wurden nach regionalen Angaben 15 sturmbedingte Einsätze gezählt. Unter anderem musste auf der B 436 bei Weener ein Baum von der Fahrbahn entfernt werden.

Aus Leer wurden ebenfalls blockierte Straßen gemeldet. Schwere sturmbedingte Unfälle oder Verletzte waren nach dem zunächst veröffentlichten Stand in Ostfriesland nicht bekannt.

Für Autofahrer bleibt dennoch Vorsicht geboten. Weitere Äste können abbrechen und bereits beschädigte Bäume nachträglich umstürzen. Besonders auf Landstraßen und in bewaldeten Bereichen kann es weiterhin zu kurzfristigen Behinderungen kommen.

Fährverkehr erheblich beeinträchtigt

Der starke Wind und die hohen Wellen hatten auch Folgen für den Verkehr zu den Ostfriesischen Inseln. Mehrere Fährverbindungen wurden gestrichen oder nur eingeschränkt angeboten.

Betroffen waren unter anderem Verbindungen nach Baltrum, Norderney, Langeoog und Wangerooge. Reisende mussten ihre Pläne kurzfristig ändern und längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

Die Schnellfähre Wattsprinter sollte nach den veröffentlichten Planungen bis einschließlich Montag nicht verkehren. Auch auf weiteren Verbindungen waren Änderungen möglich.

Reisende sollten deshalb vor der Abfahrt unbedingt die aktuellen Fahrpläne und Mitteilungen der jeweiligen Reederei kontrollieren. Je nach Entwicklung von Wind und Wasserstand können Fahrten kurzfristig verschoben oder abgesagt werden.

Warnung vor erhöhter Sturmflut

An der niedersächsischen Nordseeküste wurde zusätzlich vor einer leichten Sturmflut gewarnt. Für Emden, Bensersiel und weitere Küstenorte wurden deutlich erhöhte Wasserstände erwartet.