Verletzte Seeleute werden mit Hubschrauber gerettet

Mitten im schweren Herbststurm ist das Schwergutschiff UHL Freedom auf dem Weg nach Emden in Seenot geraten. Der Anker hielt dem starken Wind und der rauen See nicht mehr stand. Gleichzeitig hatte der Frachter Probleme mit seinem Antrieb.

Drei Besatzungsmitglieder wurden während des Vorfalls verletzt. Zwei von ihnen mussten mit einem Rettungshubschrauber vom Schiff geholt und in ein Krankenhaus gebracht werden.

Anker verliert seinen Halt

Der Zwischenfall ereignete sich am Sonntagnachmittag in einem Ankergebiet nördlich der niederländischen Insel Schiermonnikoog. Die Position lag rund 29 Kilometer westlich von Borkum.

Die UHL Freedom befand sich auf dem Weg vom polnischen Swinoujscie nach Emden. Das unter portugiesischer Flagge fahrende Schiff hatte in dem Seegebiet zunächst vor Anker gelegen.

Durch den Sturm verlor der Anker jedoch seinen sicheren Halt im Meeresboden. Das Schiff begann zu driften. Seeleute sprechen in einem solchen Fall von einem schleifenden oder krabbenden Anker.

Die Besatzung holte den Anker ein. Kurz darauf traten Probleme mit der Maschinenanlage auf. Der Frachter war dadurch nur noch eingeschränkt manövrierfähig.

Drei Seeleute verletzt

An Bord der UHL Freedom befanden sich nach Angaben der niederländischen Küstenwache 25 Besatzungsmitglieder. Während des Vorfalls wurden drei Menschen verletzt.

Wie es zu den Verletzungen kam und wie schwer sie waren, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Wegen der schwierigen Wetterbedingungen konnte eine Versorgung auf See nur mit erheblichem Aufwand organisiert werden.

Ein niederländischer Such und Rettungshubschrauber flog zu dem Frachter. Zunächst wurde eine medizinische Fachkraft auf dem Schiff abgesetzt.

Anschließend nahm der Hubschrauber zwei Verletzte mithilfe einer Seilwinde an Bord. Sie wurden zum Flughafen Groningen Eelde gebracht. Dort warteten Rettungswagen, die sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus fuhren.

Internationale Rettungsaktion läuft an

An der Hilfsaktion beteiligten sich Einsatzkräfte aus den Niederlanden und Deutschland. Drei niederländische Rettungsboote wurden von Schiermonnikoog, Ameland und Eemshaven zum Havaristen geschickt.

Auch der Seenotrettungskreuzer Hamburg der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger war im Einsatz. Das Schiff gehört zur Station Borkum und unterstützte die Absicherung der Rettungsmaßnahmen.