Gefährliche Verfolgungsfahrt durch Ostfriesland
Von Finn · · 2 Min. Lesezeit

Eine Verkehrskontrolle in Weener hat sich zu einer gefährlichen Verfolgungsfahrt durch mehrere Ortschaften und über zwei Autobahnen entwickelt. Der Fahrer eines silbergrauen Audi S8 konnte der Polizei entkommen. Nun werden dringend Zeugen gesucht. Am Sonntagnachmittag gegen 15.25 Uhr bemerkte eine…
Eine Verkehrskontrolle in Weener hat sich zu einer gefährlichen Verfolgungsfahrt durch mehrere Ortschaften und über zwei Autobahnen entwickelt. Der Fahrer eines silbergrauen Audi S8 konnte der Polizei entkommen. Nun werden dringend Zeugen gesucht.
Am Sonntagnachmittag gegen 15.25 Uhr bemerkte eine Streifenwagenbesatzung im Bereich des Kreisels Risiusstraße und Umgehungsstraße einen Audi. Nach Angaben der Polizei fehlte auf dem Kennzeichen das amtliche Siegel. Eine erste Überprüfung ergab zudem, dass das Fahrzeug offenbar nicht ordnungsgemäß zugelassen war.
Die Beamten fuhren neben den Wagen und forderten die beiden Insassen auf, ihnen zu einem nahegelegenen Pendlerparkplatz an der Straße Paltrock zu folgen. Zunächst kamen sie dieser Aufforderung nach.
Als die Polizisten auf dem Parkplatz an den Audi herantraten, startete der Fahrer jedoch plötzlich den Motor. Mit durchdrehenden Reifen beschleunigte der Wagen und flüchtete über die B 436 in Richtung Leer.
Während der Verfolgung erhielt die Polizei die Information, dass der Audi zuvor im Zusammenhang mit einem Tankbetrug aufgefallen sein soll. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurde an einer Tankstelle Kraftstoff getankt und anschließend weggefahren, ohne zu bezahlen.
Die Flucht führte durch Ferstenborgum, Kirchborgum und Coldam bis nach Bingum. Laut Polizei fuhr der Audi dabei teilweise mit deutlich mehr als 100 Kilometern pro Stunde durch die Ortschaften.
Der Fahrer soll mehrfach auf Sperrflächen und in unübersichtlichen Kurven überholt haben. Auch Gegenverkehr hielt ihn offenbar nicht von weiteren Überholmanövern ab. Mit der Lichthupe soll er vorausfahrende und entgegenkommende Verkehrsteilnehmer bedrängt haben. Mehrere Menschen mussten nach Angaben der Polizei bremsen oder ausweichen.
In Bingum bog der Audi auf die Straße Im Bingumer Deich ab. Auch dort soll der Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit mehrere Fahrzeuge überholt haben.
Anschließend fuhr der Wagen über die Anschlussstelle Jemgum auf die A 31 in Richtung Emden. Im Emstunnel erreichte das Fahrzeug laut Polizei eine Geschwindigkeit von mehr als 140 Kilometern pro Stunde. Der Audi soll zwischen anderen Fahrzeugen hindurchgefahren sein und mehrfach den rechten Seitenstreifen zum Überholen genutzt haben.
Die Verfolgung führte von Leer West über die A 31 und die A 28 bis zur Anschlussstelle Filsum. Die eingesetzten Polizeibeamten hielten nach eigenen Angaben einen entsprechenden Sicherheitsabstand, um das Risiko weiterer Unfälle nicht zusätzlich zu erhöhen.
Bei Filsum verließ der Audi die Autobahn. Im Bereich der B 72 verlor sich schließlich seine Spur. Eine sofort eingeleitete großräumige Suche verlief ohne Erfolg.
