Großbrand in Vordersten Thüle
Von Finn · · 2 Min. Lesezeit

230 Schweine sterben bei Feuer in Stallanlage Ein verheerender Brand hat am Donnerstagabend eine landwirtschaftliche Stallanlage in Vordersten Thüle bei Friesoythe zerstört. Nach aktuellen Angaben kamen dabei 230 Schweine ums Leben. Menschen wurden nach Angaben der Einsatzkräfte nicht verletzt.…
230 Schweine sterben bei Feuer in Stallanlage
Ein verheerender Brand hat am Donnerstagabend eine landwirtschaftliche Stallanlage in Vordersten Thüle bei Friesoythe zerstört. Nach aktuellen Angaben kamen dabei 230 Schweine ums Leben. Menschen wurden nach Angaben der Einsatzkräfte nicht verletzt.
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand bereits ein Teil des zweigeteilten Stallgebäudes in Flammen. In diesem Bereich waren zunächst keine Tiere untergebracht. Das Feuer breitete sich jedoch auf die zweite Hälfte der Anlage aus, in der sich die Schweine befanden.
Für die Tiere kam jede Hilfe zu spät. In ersten Meldungen war von 200 bis 300 betroffenen Schweinen die Rede. Am Freitagmorgen wurde die Zahl der verendeten Tiere mit 230 angegeben.
Rund 200 Einsatzkräfte vor Ort
Die Löscharbeiten entwickelten sich zu einem umfangreichen Großeinsatz. Rund 200 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen und versuchten, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Eine besondere Herausforderung war die Löschwasserversorgung in der ländlichen Umgebung. Landwirte aus der Region unterstützten die Feuerwehr und halfen dabei, zusätzliches Wasser an die Einsatzstelle zu bringen.
Auch die Bauweise des Stalls erschwerte die Arbeiten. Zahlreiche Glutnester waren von außen kaum erreichbar. Zwei Bagger öffneten deshalb Teile des Gebäudes und trugen beschädigte Bereiche ab. Erst dadurch konnten die Einsatzkräfte versteckte Brandstellen erreichen und gezielt ablöschen.
Nachlöscharbeiten bis zum Morgen
Der Einsatz dauerte bis in den Freitagmorgen an. Die Feuerwehr musste immer wieder aufflammende Glutnester kontrollieren und löschen. Ob Teile des Gebäudes erhalten bleiben können oder die Stallanlage vollständig abgerissen werden muss, war zunächst nicht bekannt.
Durch das Feuer entwickelte sich starker Rauch. Die Kooperative Großleitstelle Oldenburg veröffentlichte eine amtliche Warnung für Friesoythe und angrenzende Bereiche. Bewohner wurden vorsorglich dazu aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
In der Nacht konnte die Warnung wieder aufgehoben werden. Die Nachlöscharbeiten gingen jedoch weiter. Menschen in der Umgebung sollten den Bereich der Einsatzstelle weiterhin meiden, damit die Arbeiten der Rettungskräfte nicht behindert werden.
Brandursache noch ungeklärt
Wie das Feuer ausbrach, ist bislang nicht bekannt. Polizei und Brandermittler müssen nun untersuchen, wo der Brand entstand und wodurch er ausgelöst wurde.
