Thun Resilience soll im Oktober zu Wasser gelassen werden

Im Leeraner Industriehafen steht der nächste eindrucksvolle Stapellauf bevor. Auf der Ferus Smit Werft soll am Freitag, dem 9. Oktober 2026, der neue Spezialtanker Thun Resilience zu Wasser gelassen werden.

Der Stapellauf ist für 11 Uhr vorgesehen. Das Schiff wurde im Auftrag der schwedischen Erik Thun Gruppe und ihrer Tankschiffsparte Thun Tankers gebaut.

Sechstes Schiff einer großen Baureihe

Die Thun Resilience ist das sechste Schiff einer Serie von insgesamt zehn bestellten Tankern. Die sogenannte R Klasse wurde als Weiterentwicklung der zuvor gebauten E Klasse entwickelt.

Nach Angaben der Werft liegt der Schwerpunkt bei den neuen Schiffen auf einem möglichst sparsamen Einsatz von Energie, einer hohen Zuverlässigkeit und einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

Die Schiffe werden nach aktuellen technischen Standards gebaut. Teilweise sollen die vorgesehenen Systeme sogar bereits Anforderungen erfüllen, die erst durch zukünftige Vorschriften verbindlich werden könnten.

115 Meter Länge und zehn Ladetanks

Die Thun Resilience ist rund 115 Meter lang und knapp 16 Meter breit. Der maximale Tiefgang liegt bei ungefähr 6,95 Metern.

Die Tragfähigkeit des Tankers beträgt 7.999 Tonnen. Für die Ladung stehen zehn beschichtete Tanks mit einem gesamten Volumen von rund 9.700 Kubikmetern zur Verfügung.

Angetrieben wird das Schiff von einem Hauptmotor mit einer Leistung von 1.950 Kilowatt. Die Thun Resilience besitzt außerdem die Eisklasse 1A. Dadurch ist der Tanker für den ganzjährigen Einsatz in der Ostsee geeignet.

Bedeutendes Projekt für den Standort Leer

Der Neubau unterstreicht die Bedeutung des Leeraner Hafens als Standort für den modernen Spezialschiffbau. Auf der Ferus Smit Werft entstehen regelmäßig Frachter und Tanker für internationale Reedereien.

Jedes neue Schiff erfordert die Zusammenarbeit zahlreicher Beschäftigter aus Konstruktion, Metallbau, Elektronik, Maschinenbau und weiteren Fachbereichen. Auch regionale Handwerksbetriebe und Zulieferer können von solchen Aufträgen profitieren.

Der Stapellauf gehört zu den sichtbarsten Momenten des Schiffbaus. Innerhalb weniger Augenblicke gelangt der zuvor an Land gebaute Schiffsrumpf ins Wasser. Danach ist das Schiff allerdings noch nicht automatisch einsatzbereit.