Sorge um VW-Werk Emden: Beschäftigte bereiten neuen Protest vor
Von Finn · · 2 Min. Lesezeit

Die Zukunft des Volkswagen-Standorts in Emden bleibt trotz der jüngsten Beschlüsse des Aufsichtsrats unsicher. Betriebsrat und IG Metall wollen den öffentlichen Druck erhöhen. Für den 21. September wird in Emden eine neue Protestaktion…
Die Zukunft des Volkswagen-Standorts in Emden bleibt trotz der jüngsten Beschlüsse des Aufsichtsrats unsicher. Betriebsrat und IG Metall wollen den öffentlichen Druck erhöhen. Für den 21. September wird in Emden eine neue Protestaktion vorbereitet.
Emden. Die Beschäftigten des Emder Volkswagen-Werks kommen nicht zur Ruhe. Nach den jüngsten Entscheidungen des VW-Aufsichtsrats sind wichtige Fragen zur langfristigen Zukunft des Standorts weiterhin offen. Betriebsrat und IG Metall bereiten deshalb für den 21. September eine weitere Protestaktion vor.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Fahrzeuge nach dem Auslaufen der derzeitigen Modelle in Emden produziert werden sollen. Das Werk ist vollständig auf Elektromobilität ausgerichtet. Eine langfristige Auslastung hängt deshalb entscheidend davon ab, ob Volkswagen neue Modelle oder andere Aufgaben nach Ostfriesland vergibt.
Gewerkschaft widerspricht Berichten über beschlossenes Aus
In Medienberichten war zuletzt von einem möglichen Ende der Fahrzeugproduktion an mehreren deutschen VW-Standorten die Rede. Neben Emden wurden Zwickau, Hannover und Neckarsulm genannt.
Die Arbeitnehmervertretung betont dagegen, dass eine endgültige Schließung des Emder Werks nicht beschlossen sei. Nach ihrer Darstellung sollen zunächst alternative Nutzungsmöglichkeiten und mögliche Anschlussprojekte geprüft werden. Eine verlässliche Zukunftsperspektive ist damit allerdings noch nicht garantiert.
Genau diese Unsicherheit treibt die Beschäftigten um. Sie fordern konkrete Zusagen, neue Produkte und Investitionen – nicht nur die Prüfung unverbindlicher Möglichkeiten.
Mehr als 1.000 Menschen protestierten bereits
Schon während einer Aufsichtsratssitzung im Juli versammelten sich nach einem Bericht der Ostfriesen-Zeitung mehr als 1.000 Beschäftigte vor den Werkstoren in Emden. Mit Bannern, Fahnen und Trillerpfeifen demonstrierten sie für den Erhalt des Standorts.
Der für den 21. September geplante Protest soll erneut zeigen, dass die Belegschaft nicht bereit ist, die Zukunft des Werks ohne Widerstand aufs Spiel setzen zu lassen. Weitere Aktionen könnten folgen.
Bedeutung reicht weit über das Werk hinaus
Volkswagen gehört zu den wichtigsten Arbeitgebern Ostfrieslands. Neben den direkt Beschäftigten hängen zahlreiche Arbeitsplätze bei Zulieferern, Logistikunternehmen, Dienstleistern und Handwerksbetrieben vom Werk ab.
