Große Trauer nach dem Unglück bei Biesenthal

Ein schwerer Verkehrsunfall hat bei Biesenthal im brandenburgischen Landkreis Barnim vier jungen Menschen das Leben gekostet. Die Verstorbenen waren 14, 15, 16 und 19 Jahre alt. In der gesamten Region herrschen Trauer und Fassungslosigkeit.

Der Unfall ereignete sich am Mittwochabend gegen 19.40 Uhr auf der Landesstraße 200 zwischen Biesenthal und Wullwinkel. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei war eine Gruppe mit vier Kleinkrafträdern auf der Rüdnitzer Chaussee unterwegs.

Zur gleichen Zeit kam ihnen ein 61 Jahre alter Autofahrer entgegen. Er soll versucht haben, mehrere vor ihm fahrende Fahrzeuge zu überholen. Dabei wechselte er auf die Gegenfahrbahn und stieß mit drei Mopeds der entgegenkommenden Gruppe zusammen.

Vier junge Menschen sterben am Unfallort

Bei den Verstorbenen handelt es sich nach Angaben der Polizei um drei Mopedfahrer im Alter von 15, 16 und 19 Jahren sowie eine 14 Jahre alte Mitfahrerin. Ihre Verletzungen waren so schwer, dass ihnen die Rettungskräfte nicht mehr helfen konnten. Alle vier starben noch am Unfallort.

Der Fahrer eines vierten Mopeds konnte dem entgegenkommenden Auto ausweichen. Er wurde nicht von dem Fahrzeug erfasst und blieb körperlich unverletzt.

Der beteiligte Pkw geriet nach dem Zusammenstoß in Brand. Die Feuerwehr löschte das Fahrzeug. Der 61 Jahre alte Fahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Schwerer Einsatz für die Rettungskräfte

Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei waren mit zahlreichen Kräften vor Ort. Die Landesstraße musste während der Rettungsarbeiten, der Bergung und der Unfallaufnahme vollständig gesperrt werden.

Notfallseelsorger betreuten Angehörige, die teilweise noch am Abend an der Unfallstelle eintrafen. Auch Einsatzkräfte erhielten Unterstützung, da das Geschehen für die Beteiligten eine außerordentlich hohe psychische Belastung bedeutete.

Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an

Die Polizei ermittelt gegen den Autofahrer wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Damit ist noch keine abschließende Feststellung der Schuld verbunden. Der genaue Ablauf muss zunächst vollständig rekonstruiert werden.

Die beteiligten Fahrzeuge wurden für weitere Untersuchungen sichergestellt. Ein unabhängiger Sachverständiger soll Spuren auswerten und klären, wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte. Auch Aussagen von Zeugen werden in die Ermittlungen einbezogen.